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Was uns beschäftigt …

Perspektiven entwickeln – das heißt auch, grundlegende Fragen bearbeiten, theoretische Ansätze formulieren und an übergreifenden Bewegungen mitwirken.

Bundesteilhabegesetz

Unsere Fortbildungen 2018

BTHG aktuell

Wir bieten Ihnen weitere Seminare und Trainings zu diesem Themenfeld am 13. April, am 17. Mai und am 27. September 2018 im VIA Qualifizierungszentrum.

VIA Qualifizierung





Unsere Fortbildungen 2018

BTHG aktuell

Wir bieten Ihnen weitere Seminare und Trainings zu diesem Themenfeld am 13. April, am 17. Mai und am 27. September 2018 im VIA Qualifizierungszentrum.

VIA Qualifizierung

Genesungsbegleitung



Betroffenen-Perspektive

EX-IN

Experienced Involvement: EX-IN ist eine Ausbildung für Menschen mit Krisenerfahrung, die zu einer beruflichen Tätigkeit im psychiatrischen Feld qualifiziert. Bei VIA Perspektiven sind zertifizierte EX-IN Genesungsbegleiter*innen beschäftigt. Sie stärken die Sicht der Betroffenen in unseren multiprofessionellen Teams. 



Betroffenen-Perspektive

EX-IN

Experienced Involvement: EX-IN ist eine Ausbildung für Menschen mit Krisenerfahrung, die zu einer beruflichen Tätigkeit im psychiatrischen Feld qualifiziert. Bei VIA Perspektiven sind zertifizierte EX-IN Genesungsbegleiter*innen beschäftigt. Sie stärken die Sicht der Betroffenen in unseren multiprofessionellen Teams. 

Mehr über EX-IN und Genesungsbegleitung bei VIA

 

 

Experienced Involvement: EX-IN ist eine Ausbildung für Menschen mit Krisenerfahrung, die zu einer beruflichen Tätigkeit im psychiatrischen Feld qualifiziert. Bei VIA Perspektiven sind zertifizierte EX-IN Genesungsbegleiter beschäftigt. Sie stärken die Sicht der Betroffenen in unseren multiprofessionellen Teams. Hierfür haben wir ein umfangreiches Konzept entwickelt und eine Stellenbeschreibung für Genesungsbegleiter*innen erarbeitet. Sie übernehmen dieselben Assistenzaufgaben wie die übrigen Kolleg*innen auch.

Die Genesungsbegleiter*innen sind sowohl für ihre Klient*innen als auch für andere Mitarbeitende eine Bereicherung – nicht trotz, sondern wegen ihrer eigenen Erfahrung mit seelischer Erschütterung. Sie zeigen durch ihr persönliches Beispiel, dass auch nach oder mit psychischer Erkrankung eine vollwertige Teilhabe am Arbeitsleben möglich ist. Eine starre Trennung zwischen »gesund« und »krank« wird infrage gestellt und die Hoffnung auf Genesung wird gestärkt. Alle unsere Genesungsbegleiter*innen haben während ihrer EX-IN-Ausbildung die eigene Genesungsgeschichte umfassend reflektiert und gelernt, ihre Klient*innen bei der Wiedergewinnung eigener Ziele, Stärke und Durchsetzungsfähigkeit zu unterstützen.

Die VIA Perspektiven gGmbH fördert den EX-IN-Gedanken mit einer Peerberatung, einem EX-IN-Qualitätszirkel und in der Kooperation mit »expeerienced – erfahren mit seelischen Krisen e.V.«. Dieser betroffenenkontrollierte Verein bietet übergreifende EX-IN-Netzwerktreffen und eine eigene Supervision für Genesungsbegleiter*innen an.

Zwei Mitarbeiter*innen der VIA Perspektiven sind EX-IN-Trainer*innen. Sie bilden in Kooperation mit der Pinel gGmbH Genesungsbegleiter*innen aus.

Ab 2018 werden im VIA Qualifizierungszentrum rund um das Thema EX-IN weiterführende Fortbildungen für Genesungsbegleiter*innen und interessierte Kolleg*innen angeboten.

Literaturhinweis
Anna Aly und Thomas Gervink: Kultureller Wandel durch den Einsatz von Genesungsbegleitern im Betreuten Wohnen. In: Matthias Rosemann, Martin Konrad (Hg.): Selbstbestimmtes Wohnen. Mobile Unterstützung bei der Lebensführung. Psychiatrie Verlag. Köln 2017

Anna Aly: Erarbeitung von Empfehlungen zur weiteren Implementierung von Genesungsbegleitern für die VIA Sozialpsychiatrie gGmbH, Masterarbeit, Berlin 2015

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Sozialpsychiatrische Versorgung

Forschungsprojekt

»Systemsprenger-Studie«

Als so genannte »Systemsprenger« bezeichnet man eine kleine Personengruppe, die stark gefährdet ist, aus dem bestehenden psychiatrischen Versorgungssystem herauszufallen. Seit 2015 führen wir gemeinsam mit weiteren Anbietern der psychosozialen Versorgung in Berlin – Unionhilfswerk, die reha e.v., Prowo e. V. und Träger gGmbH – eine Untersuchung zur »Systemsprenger-Problematik« durch. 



Forschungsprojekt

»Systemsprenger-Studie«

Als so genannte »Systemsprenger« bezeichnet man eine kleine Personengruppe, die stark gefährdet ist, aus dem bestehenden psychiatrischen Versorgungssystem herauszufallen. Seit 2015 führen wir gemeinsam mit weiteren Anbietern der psychosozialen Versorgung in Berlin – Unionhilfswerk, die reha e.v., Prowo e. V. und Träger gGmbH – eine Untersuchung zur »Systemsprenger-Problematik« durch. 

Mehr über die »Systemsprenger-Studie«

 

 

Die Debatten um geschlossene Unterbringungen im psychiatrischen Versorgungskontext haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Anlass hierfür bilden unter anderem die UN-Behindertenrechtskonvention und mehrere höchstrichterliche Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und Bundesgerichtshofs zur Ausübung von Zwangsmaßnahmen in der psychiatrischen Versorgung.

Ungeachtet der kritischen Auseinandersetzung mit diesem Thema nehmen die Forderungen nach geschlossen geführten Heiminstitutionen deutlich zu. Vor allem Personen, die aufgrund eines hohen »Störungspotenzials« mehrere Stationen der psychiatrischen Versorgung durchlaufen und sich in keine der vorhandenen Angebotsformen integrieren lassen, sind stark gefährdet, geschlossen untergebracht zu werden oder in andere Bereiche wie Obdachlosigkeit, Altenpflege oder Forensik abzugleiten. In der Literatur werden diese Personen häufig als »Systemsprenger« beschrieben.
Um etwas gegen die prekäre Versorgungssituation der Betroffenen zu unternehmen, führen wir in Kooperation mit den Trägern Prowo e. V., die reha e.v., Träger gGmbH und Unionhilfswerk ein Forschungsprojekt zur »Systemsprenger-Problematik« in Berlin durch. Mit Hilfe der empirischen Methoden aus der quantitativen und qualitativen Sozialforschung untersuchen wir in mehreren Projektphasen Faktoren, die das Risiko einer geschlossenen Unterbringung, häufiger Einrichtungswechsel oder andere Formen der Desintegration dieser Personengruppe erhöhen. Anhand der Erkenntnisse wollen wir Lösungsmöglichkeiten für eine angemessene gemeindepsychiatrische Versorgung der Betroffenen entwickeln.

Karsten Giertz, Thomas Gervink, Kritik am Auf- und Ausbau geschlossener Heiminstitutionen

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Karsten Giertz, Thomas Gervink, „Systemsprenger“ oder eher PatientInnenmit einem individuellen und komplexen Hilfebedarf?

PDF – 267 kB

Karsten Giertz, »Systemsprenger-Problematik«, Posterpräsentation, Jahrestagung 2017, Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit e. V., Hg. VIA Unternehmensverbund

PDF – 1,684 kB

Karsten Giertz, Die »Systemsprenger-Problematik« in den ambulanten psychosozialen Versorgungssystemen von Berlin: Ergebnisse der ersten Untersuchungsphase, 2016

PDF – 225 kB

Karsten Giertz, Die psychiatrische Versorgungsforschung von problematischen Patientengruppen in der BRD: Eine Übersicht zum aktuellen Stand der Heavy-User-Forschung, psychiatrischen Obdachlosenforschung und sogenannten Systemsprenger-Forschung, 2016

PDF – 502 kB


Modellprojekt

Intensiv betreutes Wohnen

Seit 1. Juni 2017 betreibt die VIA Perspektiven gGmbH ein Modellprojekt im Bezirk Treptow-Köpenick. In diesem Projekt wird die Wohnbetreuung von Klient*innen mit psychischer Erkrankung und herausfordernden Verhaltensweisen oder mit einer besonders schweren Erkrankung in einem offenen gemeindepsychiatrischen Setting erprobt. 


Modellprojekt

Intensiv betreutes Wohnen

Seit 1. Juni 2017 betreibt die VIA Perspektiven gGmbH ein Modellprojekt im Bezirk Treptow-Köpenick. In diesem Projekt wird die Wohnbetreuung von Klient*innen mit psychischer Erkrankung und herausfordernden Verhaltensweisen oder mit einer besonders schweren Erkrankung in einem offenen gemeindepsychiatrischen Setting erprobt. 

Mehr über das Modellprojekt »Intensiv Betreutes Wohnen«

 

 

Das Modellprojekt »Intensiv Betreutes Wohnen« ist ein Versuch, psychisch erkrankten Menschen mit besonders herausfordernden Verhaltensweisen eine angemessene und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung anzubieten. Der Hintergrund: Derzeit kann dieser Personenkreis häufig nicht angemessen betreut werden. Für Anbieter gibt es bisher nur wenige Möglichkeiten, eine angemessene Versorgung im Rahmen der Eingliederungshilfe zu gewährleisten. Als Folge werden diese Menschen in geschlossenen Heimeinrichtungen untergebracht oder sie werden obdachlos.

Hierfür eröffnete die VIA Perspektiven gGmbH am 1. Juni 2017 das Wohnprojekt Bruno-Bürgel-Weg im Bezirk Treptow-Köpenick. Der Standort bietet 8 Wohnplätze in zusammenhängend angemieteten Einzelapartments, die den Klienten Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre bieten. Ein hoher Personalschlüssel und eine Nachtbereitschaft gewährleistet bei Bedarf eine flexible Betreuungsdichte.

Die Betreuung soll mittels verschiedener Angebote und Interventionen ein therapeutisches Milieu etablieren, in dem die Betroffenen eine zielführende und individuelle Unterstützung erhalten. Dabei werden sie durch ein multiprofessionelles Team – sowohl im Umgang mit den Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit der psychischen Erkrankung als auch bei grundlegenden Alltagsaufgaben – gefördert, um ihr Leben möglichst selbständig führen und an der Gesellschaft teilhaben zu können.

Für das Modellprojekt vereinbarte die VIA Perspektiven gGmbH eine Kooperation mit der Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH, Krankenhaus Hedwigshöhe. Unser Ziel ist, die stationären und ambulanten psychiatrischen Leistungen jeweils eng miteinander abstimmen zu können. Denn für jeden Klienten wird die gemeinsame Versorgung zwischen der Klinik und dem Bruno-Bürgel-Weg im Rahmen einer individuellen Behandlungs- und Betreuungsvereinbarung festgelegt. In regelmäßigen Abständen wird diese Vereinbarung zwischen dem Klienten, den zuständigen Mitarbeitern der Klinik und den Mitarbeitern des Wohnprojekts Bruno-Bürgel-Weg aktualisiert.

Die Entwicklung und Umsetzung des Modellprojekts wird voraussichtlich im nächsten Jahr extern wissenschaftlich evaluiert.

Ihre Ansprechpartner

für Fragen, Anregungen und Fachdiskussionen

Anna Aly

Genesungsbegleitung, EX-IN

030 443 54-801
Kontakt aufnehmen

Markus Gams

Genesungsbegleitung, EX-IN

Kontakt aufnehmen

Thomas Gervink

Bundesteilhabegesetz, Sozialpsychiatrische Versorgung

030 443 54-808
Kontakt aufnehmen

Karsten Giertz

»Systemsprenger-Studie«
Modellprojekt »Intensiv betreutes Wohnen«

030 77 32 02 34
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